Camping-Karte mit Routenrechner
Die Karte oben beantwortet zwei Fragen auf einmal: was kostet die Fahrt mit Dachzelt oder Dachbox und wo unterwegs Platz, Wasser und Strom sind. Start und Ziel eintragen, Fahrzeug und Aufbau wählen – der Rechner nimmt Wind, Temperatur, Luftdichte in der Höhe und das Höhenprofil der Strecke mit hinein und zeigt Tank- oder Ladestopps dort, wo sie wirklich fällig werden.
Was auf der Karte liegt
Acht Ebenen aus OpenStreetMap, wöchentlich neu geerntet und auf unserem eigenen Server gehalten – deshalb antworten sie in Millisekunden statt in Minuten (Stand der Daten: ):
- Campingplätze
- über 17.000
- Wohnmobil-Stellplätze
- über 7.800
- Trinkwasserstellen
- über 104.000
- Toiletten
- über 86.000
- Duschen
- über 10.000
- Ver- und Entsorgung
- über 3.800
- Ladesäulen
- über 106.000
- Tankstellen
- über 61.000
Gebiet: Deutschland und Nachbarschaft von Dänemark bis Norditalien, von Ostfrankreich bis Westpolen. Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).
Warum die Zahlen von anderen Rechnern abweichen
Die meisten Rechner schlagen pauschal ein paar Prozent auf. Hier steht ein physikalisches Modell dahinter: Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit und hängt an der Luftdichte – und die fällt mit der Höhe. Am Brennerpass auf 1.370 m ist die Luft rund 15 % dünner als in München, der Aufbau kostet dort also spürbar weniger als im Flachland. Gegenwind zählt zur Fahrgeschwindigkeit dazu, Rückenwind zieht ab. Steigungen kosten Hubarbeit, Gefälle gibt beim E-Auto einen Teil zurück.
Für die Kosten nehmen wir keine Schätzpreise, sondern die amtlich veröffentlichten Spritpreise des jeweiligen Landes – in Deutschland über die Markttransparenzstelle, in Österreich über E-Control, in Italien über das Wirtschaftsministerium, dazu Frankreich, Spanien, Slowenien, Kroatien, Portugal und Dänemark. Beim Laden rechnen wir mit Median-Tarifen je Betreiber statt mit einer erfundenen Pauschale.
Wie man sie benutzt
- Route: Start und Ziel eintragen oder auf die Karte tippen – jeder Punkt lässt sich als Zwischenziel übernehmen.
- Aufbau: Dachzelt, Dachbox oder ohne – der Unterschied wird sofort sichtbar, inklusive Dachlast-Prüfung für dein Fahrzeug.
- Ebenen: Standard sind Campingplätze; Stellplätze, Wasser, Toiletten, Duschen, Entsorgung, Ladesäulen und Tankstellen lassen sich zuschalten.
- Etappen: Bei langen Strecken schlägt die Karte Übernachtungen dort vor, wo der Tag natürlich endet.
- Abfahrt: Der Zeitregler rechnet mit der echten Wettervorhersage; liegt die Reise weiter als 16 Tage voraus, nimmt er das Klimamittel der letzten fünf Jahre für dieselbe Jahreszeit.
Passt dein Dach überhaupt?
Bevor es losgeht, lohnt der Blick auf die zulässige Dachlast: Sie liegt bei Pkw meist zwischen 50 und 100 kg – inklusive Trägersystem. In den Dachlast-Tabellen stehen die Werksangaben nach Marke und Modell. Wie viel ein Aufbau beim Fahren kostet, rechnen der Dachzelt-Kalkulator und der Dachbox-Rechner im Detail vor. Wo das Übernachten erlaubt ist, steht im Ratgeber Dachzelt: Wo darf man übernachten?.
Häufige Fragen
Ist die Camping-Karte kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar?
Ja – Karte, Routenrechner und alle acht Ebenen sind vollständig kostenlos, ohne Anmeldung und ohne App nutzbar. Die Verbrauchsrechnung mit Dachzelt oder Dachbox läuft direkt im Browser; gespeichert werden nur die eigenen Einstellungen auf dem eigenen Gerät.
Welches Gebiet deckt die Camping-Karte ab?
Deutschland und die Nachbarschaft von Dänemark bis Norditalien, von Ostfrankreich bis Westpolen – zusammen rund 400.000 Punkte in acht Ebenen aus OpenStreetMap. Wer darüber hinaus plant, bekommt weiterhin Route und Verbrauchsrechnung, nur ohne die vorgehaltenen Punkte.
Wie oft werden die Kartendaten aktualisiert?
Die acht Kartenebenen werden wöchentlich aus OpenStreetMap neu geerntet und auf unserem eigenen Server gehalten. Spritpreise kommen stündlich aus den amtlichen Meldestellen von neun Ländern, Ladetarife wöchentlich als Median je Betreiber.
Was ist der Unterschied zwischen Campingplatz und Wohnmobil-Stellplatz?
Ein Campingplatz ist ein bewirtschaftetes Gelände mit Sanitäranlagen und Rezeption, meist mit Reservierung; ein Wohnmobil-Stellplatz ist eine ausgewiesene Fläche zum Übernachten im Fahrzeug, oft mit minimaler Infrastruktur und deutlich günstiger. Auf der Karte sind Campingplätze grün und Stellplätze gelb markiert.
Wo darf ich mit dem Dachzelt übernachten?
Eine Nacht zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit gilt als Fahrtunterbrechung und ist vom Gemeingebrauch gedeckt; dauerhaftes Campen am Reiseziel ist dagegen Sondernutzung (OLG Schleswig, 1 Ss-OWi 183/19). Eine feste 10-Stunden-Regel steht in keinem Gesetz. Die Regeln aller 16 Bundesländer stehen im Ratgeber Dachzelt: Wo darf man übernachten?
Wie viel Mehrverbrauch verursacht ein Dachzelt?
Auf der Autobahn typischerweise zwischen einem halben und zwei Litern je 100 km – entscheidend sind Packhöhe und Tempo, nicht das Gewicht. Die Karte rechnet den Wert für das konkrete Fahrzeug, mit Wind, Temperatur, Luftdichte in der Höhe und dem Höhenprofil der Strecke.
Wie finde ich unterwegs Trinkwasser für den Camper?
Die Ebene Trinkwasser zuschalten – sie enthält mehr als hunderttausend öffentliche Trinkwasserstellen aus OpenStreetMap, bei gesetzter Route gefiltert auf einen 15-km-Korridor entlang der Strecke. Dazu lassen sich Toiletten, Duschen sowie Ver- und Entsorgungsstationen als eigene Ebenen einblenden.
Funktioniert die Karte auch für E-Autos mit Dachbox?
Ja – für E-Autos rechnet die Karte die Reichweite mit Aufbau, setzt Ladestopps dorthin, wo sie wirklich fällig werden, und zeigt an den Ladesäulen Preise als Median je Betreiber. Bergab wird Rekuperation gutgeschrieben, die dünnere Luft in der Höhe senkt den Mehrverbrauch.
Karte: OpenFreeMap & OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL) · Routing: OSRM/FOSSGIS · Ortssuche: Photon · Wetter & Höhen: Open-Meteo · Ladesäulen: Open Charge Map · Spritpreise: amtliche Quellen der Länder. Mehr dazu: Methodik & Quellen.